top image

Der Rems-Murr-Kreis und der Ostalbkreis bilden eine von fünf neuen Bio-Musterregionen

Anfang Dezember wurden in dritter Runde fünf neue Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg ausgewählt. Darunter sind auch der Rems-Murr-Kreis und der Ostalbkreis. Sie bilden gemeinsam die Bio-Musterregion „Rems-Murr-Ostalb“. Die Kooperation beider Kreise möchte Akteure im Biolandbau zusammenbringen und den Tourismus sanfter und nachhaltiger gestalten.

PRESSEMITTEILUNG

„Es kommt der Umwelt und auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugute, den Ökolandbau weiter auszubauen. Immer mehr Erzeugerinnen und Erzeuger möchten ihre Betriebe umstellen und immer mehr Menschen legen Wert auf biologisch erzeugte Produkte, die regional vermarktet werden. Eine Struktur für den Ökolandbau vor der Haustür zu schaffen, hat viele Vorteile. Davon können alle Beteiligten nur profitieren“, erklärt der Grüne MdL Willi Halder.

„Die Initiative zur Bewerbung der beiden Landkreise als Bio-Musterregion habe ich daher sehr begrüßt. Der entscheidende Impuls dafür kam von den Biobauern selbst. Ich freue mich, dass das Land im Rahmen des Programms die Einstellung einer Person fördert, die sich um Vermarktungsmöglichkeiten und Vernetzung kümmert“, ergänzt Willi Halder.

In den mittlerweile insgesamt vierzehn Bio-Musterregionen unterstützt die grün-geführte Landesregierung die Einstellung einer Regionalmanagerin/eines Regionalmanagers mit bis zu 100.000 Euro jährlich für einen Zeitraum von drei Jahren. Das Regionalmanagement koordiniert und fördert den Öko-Landbau vor Ort. In den Mitteln sind Personalkosten, Arbeitsplatzkosten und Sachmittel zur Aktivierung des Gebietes enthalten.

Info/Hintergrund:

Der Bio-Musterregion Rems-Murr-Ostalb gehören die Gemeinden Bartholomä, Heubach, Essingen, Oberkochen und Neresheim nicht an, da diese Gemeinden bereits Teil der bestehenden Bio-Musterregion Heidenheim plus sind.

Mit den Bio-Musterregionen setzt die grün-geführte Landesregierung eines ihrer Koalitionsziele um. Im Januar 2018 wurden in Folge eines Wettbewerbs die ersten vier Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg ausgewählt. Verteilt über alle Regierungsbezirke setzen sich seitdem der Enzkreis, der Kreis Ravensburg, der Kreis Heidenheim mit fünf nördlich angrenzenden Gemeinden des Ostalbkreises und der Kreis Konstanz gemeinsam mit dem Bodenseekreis als erste Bio-Musterregionen für mehr Bio aus und für Baden-Württemberg ein. Nach der zweiten Ausschreibung kamen 2019 der Neckar-Odenwaldkreis, der Kreis Hohenlohe gemeinsam mit dem Kreis Schwäbisch-Hall, der Kreis Ludwigsburg mit der Landeshauptstadt Stuttgart, der Kreis Biberach und die Stadt Freiburg mit den angrenzenden Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald als Bio-Musterregionen dazu.

Die fünf neu ausgewählten Bio-Musterregionen sind im Regierungsbezirk Stuttgart neben der Region „Rems-Murr-Ostalb“, der Land- und Stadtkreis Heilbronn mit der Bio-Musterregion „Heilbronner Land“ und die Bio-Musterregion „Main-Tauber-Kreis“.

Im Regierungsbezirk Tübingen wird der Zusammenschluss des Biosphärengebiet Schwäbische Alb bestehend aus 29 Städten und Gemeinden aus zwei Regierungsbezirken und drei Landkreisen zur „Bio-Musterregion für bio-regionale Außer-Haus-Verpflegung“. Mit einem engagierten Netzwerk um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb e.V. können die Projekte der neuen Bio-Musterregion auf viele vorhandenen Strukturen aufbauen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der bio-regionalen Außer-Haus-Verpflegung.

Im Bereich des Regierungsbezirks Karlsruhe werden zukünftig der Landkreis Rastatt, der Ortenaukreis und der Stadtkreis Baden-Baden gemeinsam die Bio-Musterregion „Mittelbaden+“ bilden. Zahlreiche Beteiligte stehen mit hoher Motivation und vielfältigen Ideen hinter der Bewerbung. Netzwerke und Kooperationen sollen aufgebaut werden und eine größere Bio-Produktvielfalt wurden sich unter anderem zum Ziel gesetzt. Die Region umfasst auch Flächen im benachbarten Regierungsbezirk Freiburg.

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen