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Bahnfahren liegt im Trend

Willi Halder: „Steigende Fahrgastzahlen auf der Murrbahn bestärken uns beim Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs im Land“

PRESSEMITTEILUNG

„Baden-Württemberg ist ein Land der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer. Das zeigen auch die gestiegenen Zahlen auf der Murrbahn“, so der Landtagsabgeordnete Willi Halder (Grüne). Die Zahl der Fahrgäste hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Im vergangenen Jahr haben wochentags durchschnittlich 8.200 Menschen die Züge zwischen Stuttgart-Schwäbisch Hall Hessental-Crailsheim genutzt. Dies entspricht einer Zunahme der Fahrgastzahlen um über 78 Prozent im Vergleich zum Jahr 2002.

„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger steigen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel um. Das bestärkt uns in unserem Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr weiter auszubauen“, so Willi Halder. Dafür bedarf es aber einer Ausweitung des Zugangebots im Land, denn auf einigen Strecken sind die Züge einfach zu voll. Die Fahrgastzahlen sind deutlich stärker gestiegen als die gefahrenen Zugkilometer. Während seit 2002 auf der Murrbahn die Fahrgastzahlen um über 78 Prozent angewachsen sind, hat sich das Angebot im Vergleich zu 2012 nur um knapp neun Prozent erhöht.

Ein Großteil der Strecken hatte die CDU 2003 ohne Wettbewerb an die Deutsche Bahn AG vergeben. Aufgrund der hohen Entgelte pro Zugkilometer und fehlender Vorgaben zur Ausstattung der Wagen bezahlt das Land bundesweit die höchsten Preise. Die Fahrgäste erhalten dafür jedoch den im Schnitt ältesten Fuhrpark der Republik. „Im Rahmen der Neuausschreibungen zahlreicher Netze setzen wir Grüne in Baden-Württemberg auf mehr Wettbewerb und wollen damit das Angebot und die Attraktivität der Zugverbindungen steigern. In den neuen Verträgen wird zudem festgeschrieben, dass die Züge komfortabel und barrierefrei sein müssen. Für die Murrbahn bedeutet dies, dass bereits ab Dezember 2017 die alten Silberlinge der Vergangenheit angehören werden“, erklärt Willi Halder.

Für einen attraktiven und besseren Schienenpersonennahverkehr (SPNV) braucht es nach Ansicht des Grünen Abgeordneten Willi Halder aber auch mehr Geld vom Bund: „Über Jahre hinweg wurden die Regionalisierungsmittel an die Länder zur Organisation des SPNVs in zu geringem Ausmaß erhöht, zwischenzeitlich sogar gekürzt. Gleichzeitig hat die Bahn die Gebühren für die Nutzung ihrer Gleise und Bahnhöfe stark erhöht. Dadurch klafft im System eine Lücke von 100 Millionen Euro allein für Baden-Württemberg“. Im Gegensatz zu den Plänen der CDU-geführten Vorgängerregierungen wird Grün-Rot keine Züge abbestellen, sondern die fehlenden Mittel aus dem Landeshaushalt zuschießen. Umso dringender ist aber eine auskömmliche Finanzierung des SPNVs, auf die sich die Landesverkehrsminister längst geeinigt haben. Willi Halder sieht nun den Bund am Zug, den einstimmigen Beschluss der Verkehrsministerkonferenz umzusetzen.

Auch beim Bundesverkehrswegefinanzierungsgesetz muss sich der Bund endlich bewegen. Das Programm läuft Ende 2019 aus, eine Nachfolgeregelung gibt es bislang nicht. Ohne eine Nachfolgeregelung sind neue Projekte faktisch derzeit nicht möglich.

 

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