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Mehr Züge und mehr Komfort auf der Rems- und Murrbahn

Zukunftskonzeption zum Ausbau und zur Neuvergabe des Schienenpersonennahverkehrs sieht deutliche Verbesserungen auf der Rems- und Murrbahn vor

PRESSEMITTEILUNG

Mit dem Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr und dem Vergabekonzept des baden-württembergischen Verkehrsministeriums werden die Voraussetzungen für ein deutlich verbessertes Angebot auf den Strecken der Rems- und Murrbahn geschaffen. „Neben einem dichteren Takt und verlässlichen Taktzeiten sieht das Zielkonzept 2025 moderne Fahrzeuge mit einem höheren Komfort vor. Der Einsatz moderner Fahrzeuge ist auf den Strecken der Rems- und Murrbahn längst überfällig. Mit dem Zielkonzept wollen wir den Schienenpersonennahverkehr attraktiver gestalten - insbesondere durch mehr Verbindungen im Berufsverkehr und am Wochenende“, teilten die Landtagsabgeordneten Petra Häffner und Willi Halder (beide Grüne) mit.

Auf der Murrbahn von Stuttgart nach Backnang sieht das Zielkonzept 2025 vor, dass mehr als doppelt so viele Züge fahren wie heute. Insbesondere an den Wochenenden werden deutlich mehr Züge als bisher verkehren. Für die Strecken Stuttgart-Schorndorf und Backnang-Murrhardt ist mit einer Ausweitung um bis zu 60 Prozent gegenüber dem heutigen Stand zu rechnen. Deutlich mehr Züge sollen auch auf der Strecke zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd (bis zu 50 Prozent) und zwischen Backnang und Hessental (bis zu 20 Prozent) verkehren. Hintergrund ist ein neuer deutlich angehobener Mindeststandard, der landesweit einen Stundentakt zwischen 5 und 24 Uhr garantiert. „Grün-Rot stärkt damit den ländlichen Raum. Keine Region muss mehr ohne einen durchgehenden Stundentakt auskommen. Das macht den Zug als Verkehrsmittel im Alltag und in der Freizeit deutlich attraktiver“, so Petra Häffner und Willi Halder.

Hintergrund

Das Zielkonzept 2025 ist die Grundlage für die gestaffelten Neuausschreibungen eines Großteils der Strecken im Land für die Zeit ab 2016. Dann läuft der sogenannte Große Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn AG aus. Mit diesem Vertrag hatte die alte Landesregierung den Konzern mit dem Betrieb auf knapp zwei Dritteln des baden-württembergischen Netzes beauftragt – allerdings ohne vorhergehenden Wettbewerb und ohne Qualitätsvorgaben. Zudem steigen laufend die Vergütungen pro Zugkilometer, die inzwischen deutlich über dem Niveau anderer Bundesländer liegen. Die Bürgerinnen und Bürger werden vom Zielkonzept 2025 durch einen deutlich gestiegenen Reisekomfort profitieren. Das Land schreibt für den künftigen Betrieb durchgängig Barrierefreiheit, großzügige Mehrzweckbereiche für Kinderwagen, Räder und Rollstühle, Klimatisierung, freies W-LAN sowie Echtzeitinformationen zur Fahrzeit und Anschlüssen vor. Damit alle Wettbewerber die gleichen Chancen erhalten, haben die Regierungsfraktionen von Grüne und SPD im Haushalt Kapitaldienstgarantien abgesichert. Diese ermöglichen es Wettbewerbern – ebenso wie das Modell einer landeseigenen Fahrzeuggesellschaft, die Züge anlauft und an den Netzbetreiber zurückvermietet – sich zu gleichen Konditionen wie die Deutsche Bahn AG mit Krediten zum Kauf von neuen Fahrzeugen zu versorgen.

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