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143.530 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für den Rems-Murr-Kreis

Drei Kommunen im Rems-Murr-Kreis erhalten zur Unterstützung ihrer lokalen Grundversorgung und von wohnortnahem Arbeiten insgesamt 143.530 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR).

So erhält die Gemeinde Murrhardt 105.120 Euro für den Erhalt der Grundversorgung im Teilort Vorderwestermurr. 28.230 Euro gehen nach Sulzbach an der Murr für ein Projekt mit wohnortnahem Arbeiten. Für den Erhalt der Grundversorgung in Schornbach kann die Stadt Schorndorf mit einer finanziellen Unterstützung von 10.180 Euro rechnen.

© K. H. J. / MCI/Pixabay

 

PRESSEMITTEILUNG

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum stärkt gezielt die ländlichen Regionen in Baden-Württemberg. Zum ersten Mal wurde eine Ausschreibung für lokale Grundversorgung angeboten. Alle eingereichten Projekte für Dorfgaststätten und Nahversorger wie Lebensmittelläden und auch Arztpraxen können berücksichtigt werden. „Gaststätten oder Dorfläden sind zentrale Treffpunkte und tragen zur Lebensqualität bei. Es ist wichtig, dass die Politik das im Blick behält“, sagt Willi Halder.

Die grün-geführte Landesregierung reagiert auf die konjunkturellen Herausforderungen der Corona-Krise und ermöglicht dieses Jahr eine unterjährige Projektförderung im ELR. Insgesamt stehen 16 Millionen Euro Landesförderung zur Verfügung, davon für die Gastronomie alleine 6,5 Mio. Euro. „Starke Ländliche Räume liegen uns Grünen am Herzen. Wir wissen, dass unsere ländlichen Regionen gerade auch in diesen Krisenzeiten vor Herausforderungen stehen“, erklärt der Grüne Abgeordnete Halder.

Eine starke Infrastruktur vor Ort ist ein entscheidender Standortfaktor für die Gemeinden. Gemeinden, die Bäckereien, Metzgereien, kleine Handwerksbetriebe und Gasthäuser unterstützen, werden deshalb bevorzugt gefördert. Auch für Unternehmensentwicklung und Arbeiten im Ländlichen Raum sind Projekte bewilligt worden. MdL Halder: „Wir wollen, dass Kommunen gerade in Krisenzeiten unterstützt werden. Dazu gehört wohnortnahe Versorgung und wohnortnahes Arbeiten.“ 

„Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei. Die ELR-Projekte haben zum Ziel, die Strukturen ländlich geprägter Orte nachhaltig zu verbessern“, betont Halder. „Die erfolgreiche ökologische Neuausrichtung des Programms wird auch 2020 konsequent fortgesetzt.“

Hintergrund Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Das ELR-Programm wurde für die Jahre 2020 und 2021 um 15Millionen Euro aufgestockt - von 75 auf 90 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt liegt auf Wohnen und Bauen: Mit der Hälfte der jährlichen Fördersumme unterstützt Grün-Schwarz Innenentwicklung und Wohnraum. Ein Extra-Förderzuschlag wird gewährt, wenn Holz für die Bauten verwendet wird.

Das ELR ist das zentrale Investitionsförderprogramm des Landes für den Ländlichen Raum. Ergänzend zu anderen Förderprogrammen und -kulissen im Ländlichen Raum wie Leader, Plenum, den zwei Biosphärengebieten und den sieben Naturparken gibt es Impulse, die Ländliche Regionen attraktiv und zukunftsfähig halten.  Die grün-geführte Landesregierung will mit dem ELR den Ländlichen Raum nachhaltig stärken und hat das Programm seit 2012 auf die aktuellen Herausforderungen in Klimaschutz und Ressourceneffizienz ausgerichtet.

Im Sinne einer Politik für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Lebensqualität im Ländlichen Raum führen Energieeinsparung, hohe Energieeffizienz, erneuerbare Energien oder umweltfreundliche Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang und sind für kommunale Projekte Fördervoraussetzung.

Die Auswahl der Orte und der Projekte erfolgte in einem Wettbewerb der besten Ideen, basierend auf den Entwicklungskonzepten der Gemeinden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz trifft in der Regel jährlich – derzeit auch mehrfach im Jahr - die Programmentscheidung. Je größer die strukturellen Mängel der Gemeinden, je schlüssiger und realistischer das Entwicklungskonzept und die geplanten strukturverbessernden Maßnahmen sind, desto größer ist die Chance zur Aufnahme in das ELR-Programm.

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