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Austausch zum Erziehungsziel Friedensliebe in der Fraktion GRÜNE

Wie sieht es mit der Umsetzung des Erziehungsauftrags der baden-württembergischen Landesverfassung „Erziehung zur Friedensliebe“ aus? Die GRÜNEN Abgeordneten Brigitte Lösch, Vorsitzende des Ausschusses Kultus, Jugend und Sport, und Willi Halder, Sprecher für Kirchen- und Religionsgemeinschaften, haben diese Frage mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich Friedenspädagogik in einem Fachgespräch näher beleuchtet.

In seiner Begrüßungsrede machte Willi Halder deutlich: „Artikel 12 der Landesverfassung regelt, dass „die Jugend zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe zu erziehen ist“. Lässt sich aus dem Einsatz der recht emotionalen Worte ‚Frieden und Liebe‘ nicht auch eine besondere Fürsorgepflicht der Politik in der Umsetzung herauslesen?“

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Friedenspädagogik haben die beiden GRÜNEN die Bildungspläne und die Lehreraus- und -fortbildung nach Elementen der Friedensbildung analysiert.

Vernetzung und Synergien sowie der Stellenwert der Friedensbildung in Baden-Württemberg waren Themen der Impulsvorträge von:

  • Larissa Berner, Studentin am Institut für Politikwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen

  • Professor Ulrich Jäger, Programme Director Friedenspädagogik & Globales Lernen von der Berghof Foundation

  • Claudia Möller, Fachreferentin und Leiterin der Servicestelle Friedensbildung und

  • Florian Benz, Studiendirektor am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Esslingen.

„Unsere Expertenrunde war hochkarätig besetzt, so konnten wir unser Thema intensiv und umfassend beleuchten“, so Halder.

Besonders hervorgehoben wurde im Laufe des Fachgesprächs die Servicestelle Friedensbildung. Eine einzigartige Einrichtung mit Leuchtturmcharakter sowohl national als auch international.

Willi Halder hob hervor: „Dass wir hier in Baden-Württemberg dafür eine eigenständige Einrichtung etabliert haben, ist für mich ein großer Erfolg.“

„Begrüßenswert ist die Idee, ‚Modellschulen Friedensbildung‘ einzurichten, die dann wiederum anderen Schulen als ‚best practice‘ dienen können“, ergänzte Brigitte Lösch.

Der Austausch mit allen Teilnehmenden ergab, dass es unumgänglich ist, die Servicestelle Friedensbildung als friedenspolitisches Projekt nach außen sichtbarer zu machen und weiter auszubauen. „Das Erziehungsziel Friedensbildung muss stärker im Bildungsplan verankert werden. Notwendig ist dabei, das Thema Friedensbildung stärker in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften zu verankern“, so Brigitte Lösch abschließend.

„Die praktischen Erfahrungen aus Schulen, Universitäten Kirchen und Organisationen der Friedensarbeit waren sehr wertvoll. Im Dialog zu bleiben ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit“, bemerkte Halder zum Schluss.

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