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Integrationsmanager können starten - Land stellt Mittel zur Verfügung

MdL Häffner und Halder (Grüne) freuen sich: „Das bundesweit einmalige Projekt soll helfen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden“.

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

PRESSEMITTEILUNG

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten.  Das Sozial- und Integrationsministerium und die Kommunalen Landesverbände haben sich auf eine Verteilung der 116 Millionen Euro verständigt, die das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement bereitstellt. Die beiden grünen Abgeordneten des Rems-Murr-Kreises  begrüßen das. Petra Häffner: „Das bringt die notwendige Klarheit -  ab jetzt können Mittel beantragt werden“.   Halder ergänzt: „Davon profitieren alle unsere Gemeinden, die Flüchtlinge aufgenommen haben“.

So stehen für den Rems-Murr-Kreis insgesamt rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Entsprechend der Flüchtlinge, die in der Gemeinde leben, erhält die Stadt Schorndorf  mit 360.000 Euro den höchsten Teil im Rems-Murr-Kreis, gefolgt von der Stadt Fellbach mit knapp 290.000 Euro. „Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich eine professionelle Betreuung und Begleitung für Flüchtlinge mit abgeschlossenen Verfahren. Sie waren bislang immer auf sich alleine gestellt“, freut sich Halder. Die Abgeordnete Häffner betont: „Dieses Konzept eines flächendeckenden und strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll dazu beitragen, dass aus Flüchtlingen bald Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.“

„Die Gemeinden können jeweils entscheiden, ob sie selbst Integrationsmanager beschäftigen oder sich mit anderen Gemeinden zusammenschließen und gemeinsam einen Antrag stellen möchten“, erläutern  die beiden Abgeordneten Häffner und Halder. Antragsberechtigt sind eine oder mehrere Kommunen, wenn sie laut Planungsrahmen Mittel in Höhe von mindestens 51 000 Euro in Anspruch nehmen könnten. Kommunen, die laut Planungsrahmen unter dieser Summe liegen, müssen sich mit anderen Kommunen zusammenschließen.

Hintergrund:
Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können​.

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